FRANZ LISZT KONZERTSAAL, RAIDING
Realisierungswettbewerb, 2003

Die städtebauliche Gestalt der Ortschaft Raiding ist von homogener Struktur und ist geprägt von einem vorherrschenden baulichen Masstab, der nur durch besonders wichtige Gebäude (z.b. die Kirche) gebrochen wird.
Hierrin liegt die besondere Herausforderung der Aufgabenstellung. Das geforderte Volumen fur das Konzerthaus liegt weit uber dem der Umgebung. Das neue Gebäude muss sich in seiner formalen Gestalt zurucknehmen um nicht zu deutlich in den Vordergrund des baulichen Kontextes zu treten. Wir schlagen ein Gebäudevolumen vor, das sich in Bezug zu den baulichen linien des Grundstucks ausbildet. Ein solitäres Volumen (dem Inhalt entsprechend) aber ein deformiertes. Ein Klangkörper. Um sein wichtigstes inneres, den Konzertsaal, gruppieren sich Foyerzonen und Funktionsbereiche und definieren die Kubatur des Gebäudes.
Das Franz Liszt Geburtshaus steht in einem parkartigen Garten. Diese parkartige Struktur wird als wertvoll und positiv empfunden. Das neue Konzerthaus steht dem Geburtshaus frei gegenuber.
Das neue Gebäudes steht, einem grossen Instrument, einem Klangkörper gleich, im Dialog mit dem Geburtshaus.